Zwei umkämpfte Heimsiege

Zwei umkämpfte Heimsiege

Die Männer des VfL Wildenfels haben nach zuletzt 4 Niederlagen aus 5 Spielen - nur unterbrochen vom Derbysieg in St. Egidien - mit viel Kampf und wenig spielerischem Glanz auf die Siegerstraße zurückgefunden. Im Rahmen des letzten Heimspieltags dieser Saison wurden zwei knappe 3:2-Siege gefeiert.

 

Im ersten Spiel war der Sachsenliga-Absteiger und Tabellenvorletzte SV Chemnitz-Harthau zu Gast, die sich zuletzt deutlich formverbessert gezeigt hatten und das auch direkt zu Beginn auf das Wildenfelser Parkett brachten. Harthau setzte das Heimteam mit präzisen Aufschlägen und Angriffen unter Druck und sich damit deutlich ab. Satz 1 ging daher mit 25:19 klar an die Gäste. Im zweiten Durchgang tauschte daher Trainer Markus Heinze die Reihen der Mittelblocker. Unter anderem diese taktische Maßnahme führte direkt zum Erfolg. Nun wurden aus einer sicheren Annahme heraus alle Angriffspositionen erfolgreich eingesetzt, was verbunden mit zahlreichen einfachen Fehlern von Harthau zum 25:16 und damit zum Satzausgleich führte. Satz 3 blieb dann eng und umkämpft, erst am Ende sorgten zwei direkte Aufschlagpunkte von Außenangreifer Scott Möckel und schlussendlich ein Angriffskracher von Kapitän Ruben Langer für den 25:23-Satzgewinn der Wildenfelser. Damit wollten sich die Gäste, die dringend Punkte im Abstiegskampf brauchten, aber noch nicht geschlagen geben und legten in Satz Nummer 4 noch einmal eine Schippe drauf. Dem hatten die Gastgeber kaum etwas entgegenzusetzen. Auch mehrere Wechsel brachten keine Wende, sodass der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. In diesem ließen die Kräfte der Harthauer sichtlich nach, wohingegen der VfL nun wieder deutlich konsequenter spielte und keinen Zweifel am Sieg aufkommen ließ. Schlussendlich sicherte sich Wildenfels mit 15:7 und damit 3:2 in Summe zwei Punkte, während Harthau mit einem Zähler leben musste.

 

Nach diesem Drama wartete im zweiten Duell des Tages der SV Union Milkau. Die Gastgeber konnten das Momentum aus dem vorherigen Sieg nicht mit herüberretten, sondern verursachten zahlreiche einfache Aufschlag- und Annahmefehler, die in einem deutlichem Rückstand resultierten. Eine starke Aufschlagserie von Mittelblocker Elias Schettler, der zehn Aufschläge am Stück zeigte, drehten das Spiel aber von 10:17 auf 20:17 für Wildenfels. Dieser Vorsprung reichte an diesem Tag dennoch nicht zum Satzgewinn. Dieser ging mit 25:23 an Milkau. Nach dieser mangelhaften Leistung gab es in der Satzpause eine klare Ansage von Trainer Markus Heinze, dass die Fehlerquote unbedingt minimiert werden müsse, was die Mannen vom VfL dann auch im zweiten Durchgang beherzigten, der klar mit 25:14 für sich entschieden werden konnte. Damit war aber noch keine Entscheidung gefallen, zu wechselhaft zeigten sich die Gastgeber an diesem Tag, die in Satz 3 wieder den Faden verloren, wobei auch Auszeiten und Wechsel nichts halfen, und deutlich mit 18:25 unterlagen. Nun schien Milkau auf der Siegerstraße, da auch im vierten Durchgang Wildenfels dauerhaft einem Rückstand hinterherlief. Im Unterschied zu Satz 1 und 3 konnte dieser diesmal aber in Grenzen gehalten werden, sodass eine echte Willensleistung des VfL zu Ende des Satzes tatsächlich noch zur Abwehr mehrerer Matchbälle und dank eines Milkauer Fehlangriffs auch noch zum 27:25-Satzgewinn führte. Es ging also auch hier in die Verlängerung. Analog zum Tie-Break gegen Harthau ließen die Gastgeber zunächst nichts anbrennen, kamen aufgrund mehrerer Annahmefehler aber doch noch einmal ins Schwimmen. Erst die direkten Blockpunkte der Wildenfelser Angreifer Christian Baldauf und final Scott Möckel brachten die Erlösung. Nach dem 15:10 gab es kein Halten mehr und der zweite 5-Satz-Sieg an diesem Tag wurde mit den zahlreichen Fans ausgiebig gefeiert.
Der letzte Heimspieltag lieferte in Wildenfels damit noch einmal großes Drama und Spektakel, wenn auch nicht immer hochklassig. Als Letztes steht für die Männer des VfL Wildenfels nun nur noch am 18.04.2026 das Auswärtsspiel beim Aufsteiger und Tabellenzweiten Turbine Leipzig an. Höchstwahrscheinlich wird der VfL die Saison auf Tabellenplatz 4 beenden und kann damit für eine weitere Saison in der Sachsenklasse planen.