Wildenfelser Volleyballerinnen sichern Klassenerhalt beim Spitzenreiter
Im letzten Saisonspiel der Sachsenklasse West standen die Damen des VfL Wildenfels vor einer entscheidenden Aufgabe. Nach zwei Aufstiegen in Folge – von der Bezirksklasse bis in die Sachsenklasse – musste ausgerechnet beim Tabellenführer, dem ATV Volkmarsdorf 90, der Klassenerhalt endgültig abgesichert werden.
Die Ausgangslage versprach Spannung: Wildenfels ging mit fünf Punkten Vorsprung auf die parallel spielenden Damen aus Schildau in die Partie, die ihrerseits noch die Chance auf die maximale Punktausbeute von 6 Punkten hatten. Gleichzeitig benötigte Volkmarsdorf selbst noch einen Punkt, um den Staffelsieg perfekt zu machen. Für beide Teams stand somit viel auf dem Spiel.
Die Gäste aus Wildenfels erwischten einen Traumstart. Mit druckvollen Aufschlägen und konsequenten Angriffen setzten sie sich früh ab und dominierten den ersten Satz klar. Der Gastgeber fand kaum ins Spiel, sodass Wildenfels den Durchgang verdient mit 25:19 für sich entschied.
Doch wie erwartet reagierte der Tabellenführer. In den Sätzen zwei und drei entwickelte sich ein hochklassiges Duell mit langen, intensiven Ballwechseln auf beiden Seiten. Volkmarsdorf steigerte sich deutlich und konnte beide Sätze jeweils knapp mit 25:22 gewinnen. Damit sicherten sich die Gastgeber nicht nur die Satzführung, sondern auch den entscheidenden Punkt für den Staffelsieg.
Im vierten Satz zeigte Wildenfels jedoch große Moral. Angeführt von einer überragenden Diagonalspielerin Larissa Wrobel, die sowohl im Angriff als auch in der Feldabwehr glänzte, kämpften sich die Gäste zurück ins Spiel. Mit einem 25:20-Erfolg sicherten sich die Wildenfelserinnen nicht nur den Satzausgleich, sondern gleichzeitig auch den vorzeitigen Klassenerhalt.
Im entscheidenden fünften Satz war dann allerdings die Luft etwas raus. Volkmarsdorf nutzte dies konsequent aus und entschied den Tiebreak mit 15:9 für sich. Damit gewann der Gastgeber das Spiel mit 3:2 nach Sätzen.
Trotz der Niederlage überwog bei Wildenfels die Zufriedenheit. Trainer Marcel Ehrler zog ein positives Fazit: Nach zwei Aufstiegen in Folge sei man als klarer Außenseiter in die Saison gegangen und habe gerade zu Beginn viel Lehrgeld zahlen müssen. Doch die Mannschaft habe sich stetig weiterentwickelt, sei eng zusammengewachsen und habe immer wieder bewiesen, dass sie in die Sachsenklasse gehört.
Mit Blick auf die kommende Saison zeigt sich Ehrler optimistisch. Der Großteil des Teams bleibt zusammen, auch wenn zwei bis drei Spielerinnen nicht mehr auf dem Feld stehen werden. Entsprechend ist das Team für die ein oder andere Verstärkung offen, um auch in der nächsten Spielzeit konkurrenzfähig zu bleiben.
26.04.2026 Administrator A. #221