2 Heimsiege zum Anschluss an die Tabellenspitze

2 Heimsiege zum Anschluss an die Tabellenspitze

Direkt zu Beginn des neuen Jahrs stand für die Männer des VfL Wildenfels ein Heimspieltag an. Zu Gast waren der Sachsenliga-Absteiger GLVC und die Neuseenland-Volleys Markkleeberg II.

Im ersten Spiel gegen Groitzsch entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell auf teilweise überschaubaren Niveau. Beide Teams streuten immer wieder einfache Fehler vor allem in Aufschlag und Annahme ein. Dennoch schaffte es Wildenfels, sich zu Ende des Satzes ein kleinen Vorsprung zu erarbeiten, sodass ein 25:21-Sieg gelang. Satz 2 dominierten die Gastgeber dann deutlich, vor allem aufgrund einer nun starken Feldabwehr, sodass - trotz zahlreicher Aufschlagfehler - ein 25:17 heraussprang. Noch hatten sich die Gäste aber noch nicht aufgegeben, weshalb sich Durchgang 3 wieder deutlich knapper gestaltete. Doch auch hier gelangen Wildenfels am Ende die entscheidenen Punkte. Den finalen Punkt setzte schließlich Marcel Mischner mit einem tollen Block, sodass ein 25:20 und damit schlussendlich ein 3:0-Heimsieg gelang, wodurch die nächsten 3 Zähler auf's Punktekonto wanderten und nach dem Hinspiel nun auch das Rückspiel gegen den GLVC siegreich gestaltet werden konnte.

Das Duell mit Markkleeberg zeigte im Anschluss ein deutlich höheres spielerische Niveau auf beiden Seiten. Beide Teams brillierten mit sehenswerten Aktionen in Angriff, Block und Feldabwehr, wobei sich Wildenfels ab Mitte des Durchgangs absetzen konnte und beim Stand von 24:19 über 5 Satzbälle verfügte. Mehrere unglückliche Angriffsaktionen, die knapp im Aus landeten und ein aufgrund eines Netzfehlers zurückgepfiffener erfolgreicher Block führten allerdings dazu, dass die Gäste noch einmal an sich glaubten und sich tatsächlich - aus Wildenfelser Sicht unerklärlicherweise - den Satz noch mit 27:25 holten. Das schien die Heimmannschaft aber nicht zu demoralisieren, sondern im Gegenteil angestachelt zu haben. Die Gastgeber schlugen nun hart auf, warfen sich in der Feldabwehr in jeden Ball und der Zuspieler verteilte die Bälle erfolgreich auf alle Angriffspositionen. Diesmal ließen sich die Wildenfelser auch am Ende nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, sondern glichen mit dem 25:19 zum 1:1 nach Sätzen aus. Jetzt waren alle Spieler der Gastgeber heißgelaufen, das Spiel lief flüssig und man erarbeitete sich bis zu 10 Punkte Vorsprung. An dieser Dominanz änderten auch zahlreiche Markkleeberger Auswechslungen nichts. 25:17 hieß es am Ende. Nun schienen die Gäste gebrochen. Wildenfels startete auf Basis einer Aufschlagserie von Zuspieler Marten Fenske mit einem 8:0-Lauf in Durchgang 3 und Markkleeberg wirkte hilflos. Beim Stand von 19:11 für die Gastgeber schien die Vorentscheidung gefallen. Doch analog zum ersten Satz ließ die Durchschlagskraft im Heimangriff immer mehr nach, die Gäste arbeiteten sich Punkt um Punkt heran und Wildenfels punktete ausschließlich noch durch Fehler des Gegners. Auch ein Doppelwechsel auf Seiten der Gastgeber schien daran zunächst nichts zu ändern, die Gäste hatten bei 24:23 tatsächlich Satzball und das Spiel stand kurz vor dem Tie-Break. In dieser Situation gelang schließlich Einwechselspieler Cliff Legler der erlösende Angriffspunkt zum 24:24-Ausgleich. Die Spannung in der Halle war nun zum Greifen. Der nächste Ballwechsel ging aufgrund eines brachialen Angriffs von Kapitän Ruben Langer erneut an Wildenfels, sodass Marten Fenske zum Matchball aufschlagen konnte. Er ließ sich auch von einer Markkleeberger Auszeit nicht aus der Ruhe bringen. Nachdem der erste Wildenfelser Angriff noch geblockt wurde, entschied schlussendlich erneut Kapitän Ruben Langer mit einem krachenden Angriff ins gegnerische Feld zum 26:24 und 3:1 nach Sätzen die Partie. Die beiden Siege wurden im Anschluss ausgiebig mit den Heimfans gefeiert.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass die Gastgeber an diesem Tag von ihrem beiden Kader profitierten und jeder Spieler zum Erfolg beitrug, erfreulich vor allem dass sich nun auch Nachwuchsspieler wie Scott Möckel zu Leistungsträger entwickeln. Durch die beiden Heimsiege wandern 6 weitere Zähler auf's Punktekonto, sodass Wildenfels nun punktgleich mit dem Spitzenreiter Turbine Leipzig und dem Tabellendritten SSV St. Egidien auf Platz 3 in der Sachsenklasse liegt, was hocherfreulich ist und so mit einer Bilanz von 8 Siegen aus 9 Spielen nicht zu erwarten war. Als nächstes steht am 24.01. das Rückspiel in Markkleeberg an.