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V E R E I N S - C H R O N I K
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Sportgeschichte in Wildenfels
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Der Sport in Wildenfels hat eine lange und traditionsreiche Geschichte.
Es ist anzunehmen dass im 15. Jahrhundert die "Schützengesellschaft Wildenfels" gegründet wurde.
Am 26. Februar 1602 übernahmen die Grafen zu Solms-Wildenfels das Protektorat über die Schützengesellschaft.
Als Gründungsjahr des "Turnverein", "TV Wildenfels", wird 1847 genannt. In Hermann Kutschers Garten, Zwickauerstrasse 34, wo sich Mitte der zwanziger Jahre die Klempnerei Künzel befand, befand sich auch die erste Turnstätte.
Als 1848 die Revolution ausbrach, galten Jahn und seine Anhänger als staatsgefährlich. In ganz Deutschland wurden die Turnstätten geschlossen. So mussten auch in Wildenfels die einfachen Geräte und Holzgerüste vernichtet werden. Aber in den wenigen Männern hatte der Turngeist tiefe Wurzeln gefasst.
Trotz Verbotes wurde 1849 die erste Fahne geweiht. Jedoch sollte auch diese beschlagnahmt werden. Doch da verschwand sie bald auf geheimnisvolle Weise. Alle Fahndungen der Polizei blieben erfolglos, die Fahne war verschwunden. Später tauchte sie wieder auf, doch blieb es ein Rätsel, wer sie versteckt hat und wo der geheime Ort war. Es wurde erzählt, dass das Kleinod im Grundstück des Hermann Kutscher, Zwickauerstrasse 34, entweder unter der Dielung oder im Garten verborgen gehalten wurde. Ein echtes Zeichen von Turnertreue! Unter dem Drucke der Regierung musste das Turnen ruhen.
1860 erwachte der Verein unter dem Namen "Turngemeinde" zu neuem Leben. Dr. med. Volbeding war sein Vorsitzender und zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch Hugo Hagemann. Interessant ist es, dass schon zu dieser Zeit das Kinderturnen gepflegt wurde. Schon damals huldigten die Turner dem Grundsatz; Vorwärts immer, Rückwärts nimmer.
1863 eilten die Wildenfelser Turner zum 1. Turnfest nach Leipzig. Aus den Vorturner-Turnstunden in Johanngeorgenstadt holten sie sich ihre ersten Anregungen. In diese Zeit fällt auch die Gründung der Turnerfeuerwehr, die den Grundstein der heutigen Freiwilligen Feuerwehr (gegründet am 05. August 1875) ist.
Seit 1868 duldete man keine passiven Mitglieder mehr und der Verein erhielt den Namen "Turnverein", "TV Wildenfels".
1874 beging der Verein das 25 jährige Fahnenjubiläum. Damals gehörte er dem mittelerzgebirgischen Turnergau an. Und ein Wildenfelser war es, Referendar Schmidt, dem man die Leitung des Gaues auf längere Zeit übertrug.
Am Sonntag dem 31. August 1879 wurde das 2. Turnfest des mittelerzgebirgischen Turngaues in Wildenfels abgehalten. Die Stadt ist festlich geschmückt und die ca. 500 Turner aus zwölf Vereinen werden als Gäste herzlich aufgenommen. Es muss auf die hiesige Wildenfelser Einwohnerschaft einen überwältigten Eindruck gemacht haben.
1888 schritten die für die Turnsache begeisterten Turner zur Weihe einer neuen Fahne. In den folgenden Jahrzehnten kam der Turnverein zu solch einer Blüte, dass er als einer der besten im ganzen Gau galt.
Am 01. September 1896 wurde der Radfahrerklub "Wanderer" von Albin Riedel, Ferdinand Hagemann, Otto Liebold und Hugo Schenk gegründet.
1905 fand ein Umzug des Turnvereins durch die Stadt mit anschliesendem Schauturnen im Garten und wegen Regens im Saale des "Sächsischen Hofes" Hartensteinerstrasse 7 statt.
Im Jahre 1909 wurde der Radfahrer-Verein "Alpenrose" gegründet.
Ab Anfang des neunzehnten Jahrhunderts wurde dann auch mit dem Fußballspielen in Wildenfels begonnen.
Im Jahre 1911/12 fanden z. B. die Fußballspiele, in denen Wildenfels unter dem Namen FC "Sturm" antrat, statt.
FC Schedewitz gegen FC "Sturm" Wildenfels 4:1,
FC Union Wilkau gegen FC "Sturm" Wildenfels 0:2 (am 24.12.1911),
FC "Sturm" Wildenfels II gegen Arminia Vielau II 12:1 (am 26.12.1911)
und 1912 FC "Sturm" Wildenfels gegen FC Vielau 4:1.
Als 1914 der grösste Teil der Turner zu den Fahnen eilte, kam der Turnbetrieb fast gänzlich zum Stillstand und als der erste Weltkrieg zu Ende war kehrten 18 brave Turnbrüder nicht wieder heim. Ihnen zum Gedenken errichtete die Turnerschaft im Jahre 1921, am Sportplatz an der Schulstrasse 5, ein Ehrenmal. Schwer waren die Wunden, die der Krieg geschlagen hatte, und es galt das Zerstörte wieder aufzubauen. Unter schweren Opfern und vielen unberechtigten Anfeindungen kam, wenn auch langsam, der Verein zu seiner alten Blüte. Schon manchen Turner hat wieder der schlichte Eichenkranz geziert und während der Turnabende herrschte wieder das alte fröhliche Treiben.
Mit 24 Mitgliedern wurde 1920 der "Sportclub", "SC Wildenfels" als Fußballverein gegründet. Erster Vorsitzender war Anton Feuerstein. Ein Jahr später besteht der Verein aus drei Männermannschaften, zwei Jugend- und einer Knabenmannschaft.
Am 09. und 10. Mai 1925 fand das Bezirksfest des Sächsischen Radfahrerbundes in Wildenfels statt. Der hiesige Marktplatz war Zielort eines 40 Kilometer Rennens.
Vereins- und Ehrenvorsitzender des Radfahrerklub "Wanderer" war Richard Kuschminder senior und Stellvertreter Karl Heidel. Der Verein hatte bis Mitte der zwanziger Jahre bedeutende Erfolge, nur 1. und 2. Preise, im Korso-Fahren errungen.
Den Radfahrer-Verein "Alpenrose", deren langjähriger 1. Vorsitzender, in den ersten Jahren, Max Bilz war, brachte den Verein in allen Radsportkreisen durch seine Leistungen in besonderes Ansehen. Im Korso-Fahren sowie im Kunstreigen krönten nur erste und zweite Preise sowie mehrere Meisterschaften den Verein.
Vom 18. bis 20. Juli 1925 fand in Wildenfels ein Heimatfest statt. Zu dieser Zeit gehörten den "Turnverein Wildenfels" 120 Mitglieder an. Davon waren 10 Ehrenmitglieder. Die aktive Turnerschaft bestand aus 28 Turnern, 30 Jugendturnern, 20 Turnerinnen, 48 Knaben und 42 Mädchen. Vorsitzender waren Paul Leichsenring, Oberturnwart Otto Neef und Paul Gräf.
In einem Fußballspiel um den Dr.-Bernhard-Rost-Pokal zwischen der 1. Junioren- und der 1. Herrenmannschaft des "SC Wildenfels" ging die Herrenmannschaft am Ende als 6:0 Gewinner vom Platz.
Zum Aufgebot des "SC Wildenfels" im Jahre 1925/26 gehörten unter anderem,
1. Mannschaft: Berthel, Drechsel, Emmerlich, Georgie, Jenkner, Junghänel, Kahlert K., Kunz E., Kunz P., Leichsenring, Meier, Neef W., Risch, Schink, Sonntag, Voigt, Wagner Weigelt, Wendler, Wutzler und Zimmermann.
2. Mannschaft: Albert, Baumann, Emmerlich O. Grund, Jenkner H., Lang, Meier O., Neef K., Richter, Scheithauer A., Scheithauer K. und Stange.
3. Mannschaft: Emmerlich, Fritsch H., Fritsch W., Göschel, Kuwa, Leistner, Meier W., Neef W., Schwarz, Teubner und Wappler.
Jugend (Junioren): Berthel, Drescher, Freitag, Georgie, Heidel, Herold, Kämpf, Meier, Scheffler, Schubert, Sonntag, Spörl, Voigt, Weidauer und Wutzler.
Knaben: Eulitz, Freitag, Hanusch, Henselmann, Hertel, Kögler, Meier, Preiß, Rehm, Richter, Schubert, Wagner, Walther, Wappler, Weck und Wutzler.
Der Radfahrerverein "Wanderer Wildenfels" war am Sonntag den 12.05.1929 Ausrichter des Bezirksfestes des Sächsischen Radfahrerbundes. Nach Kunst-Fahren am Vormittag und Korso-Fahren am Nachmittag fand abends ein Festball im Gasthof "Drei Kronen", Markt 8, statt.
Geturnt wurde in den neunzehnhundertzwanziger Jahren unter anderem auch im "Turnerheim", Weinleithe 23.
Eine erste Handballmannschaft wurde vom "TV Wildenfels" 1929 gebildet.
Im "Schützenhaus", Gartenweg 1, fand am 01. Januar 1932 ein Werbeabend des "TV Wildenfels" statt.
Am 17. Januar 1932 hielt der Rad- und Kraftfahrerclub "Wanderer Wildenfels" seine Jahreshauptversammlung ab.
Die Fußballer des "SC Wildenfels" hielten ihre Jahreshauptversammlung am Sonntag dem 24. Januar 1932 im Kaffeehaus Müglitz, Poststrasse 1, ab, was gleichzeitig auch das Vereinslokal des SC war.
Am 24. Januar 1932 fanden die Verbandsmeisterschaften des "Keglerverbandes" Wildenfels und Umgebung auf der Bahn von Curt Winter in Grünau mit folgendem Ergebnis statt.
1. Edwin Küntzel (3197 Holz), 2. Ernst Gerber (3196), 3. Kurt Schubert (3195), 4. Paul Fritsch (3173), 5. Wilfried Drechsel (3171), 6. Emil Krellmann (3167), 7. Willi Gerber (3143), 8. Kurt Winter (3132), 9. Franz Krauß (3128), 10. Emil Baier (3119) und 11. Willy Hugelt (3116). Vorsitzender des Keglerverbandes Wildenfels war derzeit R. Lässig, Verbandssportwart E. Gerber und Kassierer K. Schubert.
Der "TV Wildenfels" wählte am 31. Jannuar 1932 in seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof "Goldener Stern", Zwickauerstrasse 2, folgende Personen. Fritz Kessler zum 1. Vorsitzenden, Ernst Reuther zum 2. Vorsitzenden, Otto Neef zum Oberturnwart, Hanz Kunz zum 2. Turnwart, Willy Sonntag zum Jugendturnwart, Paul Gräf zum Frauenturnwart und Kassierer, Otto Gräf zum 2. Kassierer, Hans Reuther zum 1. Schriftführer, Karl Liebold zum 2. Schriftführer, Albin Strobelt zum Zeugwart, Hans Lässig zum Leiter der Turnerkapelle und Fritz Brenner zum Spielwart.
Die hiesige Schützengesellschaft beschloss in ihrer letzten Hauptversammlung, auch in diesem Jahr wegen der schweren wirtschaftlichen Notlage, kein Schützenfest durchzuführen.
Am Montag, dem 04. April 1932, begannen die Sportler mit Planierungsarbeiten auf dem Sportplatz an der Lindenallee 20.
Das Bezirksfest des Bezirks Zwickau im sächsischen Radfahrerbunde fand am Sonntag, dem 05. Juni 1932, in Wildenfels statt. Am Vormittag fanden die Bezirksmeisterschaften im Saale des Gasthofes "Drei Kronen", Markt 8, statt, am Nachmittag ein Korso und am Abend Festbälle in den Gasthöfen "Drei Kronen" und "Ratskeller", Poststrasse 26.
Beim Kreisfest des sächsischen Radfahrerbundes in Wernesgrün am 19. Juni 1932 errang der Rad- und Kraftfahrerklub "Wanderer Wildenfels" im Korso-Fahren in der Klasse B den 1. Preis von 50 Liter Wernesgrüner Bier.
Der "Keglerverband" Wildenfels reiste am 24. Juli 1932 mit folgendem Aufgebot zum Städtekampf nach Hartenstein. Drechsel, Fritzsch, Gerber E, Gerber W, Hugel, Krauß, Künzel, Lässig, Meier K., Schubert und Wagner.
Ein Schauturnen veranstaltet der "TV Wildenfels 1847" am 28. August 1932.
In den dreissiger Jahren nahmen die Fußballer des "SC Wildenfels" an Verbandsspielen teil. In dieser Zeit fanden die Spiele bereits auf dem Sportplatz an der Lindenallee 20 statt. Die genaue Errichtung des Platzes ist nicht bekannt.
Zum Aufgebot des "SC Wildenfels" im Jahre 1932 gehörten unter anderem,
1. Mannschaft: Freitag, Illing, Jenkner, Meier O., Müller, Risch, Schink, Schubert F., Steinbach, Walther und Wendler.
2. Mannschaft: Berthel, Brettschneider, Drescher, Emmerlich, Herold, Heymann, Krauß, Kunz, Lang, Oeser und Schneider.
Jugend: (mit beginn der Verbandsspiele als Junioren bezeichnet) Eckhardt, Hahn, Kandito, Kuchs, Leichsenring, Scheffler, Schubert, Schubert E. und Wappler.
Knaben: Bachmann, Baier, Georgi, Gerber, Grünzig, Günnel, Heymann, Kahlert, Leichsenring und Mehlhorn.
Aufgebot der Handballer des "TV Wildenfels", die ihre Spiele auf dem Sportplatz an der Lindenalle 20 austrugen, im Jahre 1932.
1. Mannschaft: Arzig, Demmler, Fritzsch, Herold, Kahlert, Kunz, Nestmann, Voigt, Wagner, Weigel und Windisch.
2. Mannschaft: Ahnert, Baumann, Hertel, Lässig, Neef, Richter, Scheffler, Schmalfuß, Schubert, Teichmann und Wappler.
Auf Weisung der Reichssportführung hatte die Leitung des Jahnbundes auf ihrer Tagung am 28. Januar 1934 in Lichtenstein-Callenberg seine Auflösung beschlossen. Entsprechend einer Anregung des bisherigen Bundesführers Erich Hoffmann beschloss der "TV Wildenfels" auf seiner Jahreshauptversammlung, am 11. Februar 1934 im Vereinslokal "Goldener Stern", die Umbenennung in "Turnverein Jahnbund 1847 Wildenfels". Der Beschluss blieb aber bedeutungslos, da bereits wenige Wochen später der Zusammenschluss des "Turnvereins" mit dem "Sportklub" erfolgte.
Eine gemeinsame Ausschusssitzung des "Turnvereins Wildenfels 1847" und des "Sportklubs 1920 Wildenfels" beschloss im Gasthof "Roter Hirsch", Lindenallee 36, den Zusammenschluss der beiden Vereine. Der künftige Verein wird den Namen "Turn- und Sportverein 1847 Wildenfels" tragen. Die zur Vereinigung erforderlichen Vorarbeiten sollen bis zum 13. Mai erledigt sein.
Im Jahre 1937 feiert der "Turnvereins Jahnbund 1847" sein 90 jähriges Vereinsjubiläum.
Nach dem zweiten Weltkrieg wo Deutschland in zwei Teile, West und Ost, aufgeteilt wurde, begann sich auch der Sport neu zu orientieren.
Am 26. und 27. Juni 1948 fand in Wildenfels ein Viererturnier statt an dem neben den heimischen Wildenfelsern auch Reinsdorf teilnahm, die dann auch als Pokalsieger aus diesem Turnier hervorgingen.
Politisch bedingt kam es zwischen 1949 und 1952 zur Umbenennung von "Turn- und Sportverein 1847 Wildenfels" in "Betriebs Sport Gemeinschaft Vorwärts", "BSG Vorwärts Wildenfels".
Nachdem seit Mitte des achtzehnten Jahrhunderts vorwiegend Turnen, Schiessen, Radfahren und Kegeln den Sport seinen Stempel aufdrückte, gewann der Fußball ab Mitte des neunzehnten Jahrhunderts zunehmend an Beliebtheit.
In den neunzehnhundertfünfziger Jahren wurde aber auch Herren- und Frauenhandball auf dem Sportplatz an der Lindenallee 20 gespielt und im "Schützenhaus", Gartenweg 1, sowohl im Gasthof "Zur Einkehr", Arno-Schmidt-Strasse 8 in Härtensdorf, geboxt.
Im letzten Punktspiel 1953 sicherte sich die 1. Fußballmannschaft der "BSG Vorwärts Wildenfels" mit einem 3:1 Heimsieg über die BSG Adolf Hennecke Hartenstein den Staffelsieg in der Staffel Ost der Kreisliga Zwickau und sicherte sich damit zugleich den Aufstieg in die neu gebildete 2. Bezirksklasse.
Ab Mai 1953 wurde die "BSG Vorwärts Wildenfels" von der SV Wismut übernommen und hiess nun "BSG Wismut Wildenfels".
Der Aufstieg in die Bezirksklasse Karl-Marx-Stadt, früher Chemnitz, sollte keine einmalige Sache sein und so blieb Wildenfels bis in das Jahr 1961/62 neun Jahre am Stück in der Bezirksklasse.
Zu zwei internationalen Fußballvergleichen mit der TuS Kirchenlaibach-Speichersdorf e.V. kam es vom 28. bis 30. Mai 1955 (Pfingsten) in Wildenfels und vom 31. März 1956 (Ostern) in Kirchenlaibach.
An der Lindenallee 20, zu dieser Zeit Lindenstrasse, wurde 1955 mit den Bauarbeiten zum Sportlerheim in Wildenfels begonnen.
Nach zwei Jahren Bauzeit wurde das Sportlerheim im Juni 1957 fertig gestellt und am 29. Juni feierlich eingeweiht.
Im Jahre 1958 wurde eine Vereinbarung, zwischen den Fußballmannschaften der BSG Empor Friedrichsgrün, BSG Traktot Reinsdorf, BSG Einheit Vielau und der "BSG Wismut Wildenfels" zur jährlichen Austragung eines Viererturniers (1958 bis 1961) um einen Wanderpokal, getroffen. Den Wanderpokal hatte Herr Dietz, Gastwirt der Parkschänke Friedrichsgrün, gestiftet.
Von 1958 an spielte Wildenfels vereint mit Härtensdorf bis es 1961 zur Trennung kam und Härtensdorf ab dieser Zeit unter "Traktor" spielte.
Nach dem Abstieg der Fußballer 1962 in die 1. Kreisklasse Zwickau Land verblieb die "BSG Wismut Wildenfels" dort bis 1964/65 drei Jahre, ehe der Wiederaufstieg in die Bezirksklasse Karl-Marx-Stadt gelang.
Zwischen 1962 und 1965 erfolgte eine erneute Umbenennung von "BSG Wismut Wildenfels" in "Turn- und Sportgemeinschaft", "TSG Wildenfels".
1965 dann der Wiederaufstieg der Fußballer in die Bezirksklasse Karl-Marx-Stadt.
Nach nur drei Jahren Fußball-Bezirksklasse musste man 1968 wieder in die 1. Kreisklasse Zwickau Land.
Nach achtzehn langen Jahren in der 1. Kreisklasse wurde ab 1986 in Wildenfels wieder Fußball auf Bezirksklassenebene gespielt.
Im Jahr der politischen Wende in Deutschland 1989 musste die "TSG Wildenfels", nach drei Jahren Bezirksklasse, wieder in der 1. Kreisklasse Zwickau Land auf Punkte- und Torejagt im Fußball gehen.
Mit Beginn des Jahres der Wiedervereinigung Deutschlands erfolgte am 01.01.1990 die Umbenennung von "TSG Wildenfels" in "Sportverein Chemie", "SV Chemie Wildenfels".
Aus der 1. Kreisklasse Zwickau Land und Zwickau Stadt im Fußball ging 1992 die neue Kreisliga Zwickau hervor. Der "SV Chemie Wildenfels" wurde in diesem letzten Jahr der 1. Kreisklasse Zwickau Land Tabellen zweiter mit 22:8 Punkten und 43:20 Toren hinter dem SV Blau-Gelb Mülsen und qualifizierte sich somit für die neue Kreisliga.
Im Sommer 1993 die erneute Umbenennung in kürzester Zeit von "SV Chemie Wildenfels" in "Verein für Leibesübungen", "VfL Wildenfels".
Die Fußball Kreisliga Zwickau wurde im Jahre 1994 noch einmal mit den besten Teams aus dem Landkreis Werdau aufgestockt.
Das alles interessierte aber in Wildenfels keinen, denn der "VfL Wildenfels" stieg in diesem Jahr direkt in die Bezirksklasse Chemnitz (nach Zurückbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz) auf. Mit acht Punkten Vorsprung zum zweiten der Tabelle, dem SV Motor Zwickau-Süd, wurden die Wildenfelser mit 43:9 Punkten und 78:24 Toren souverän erster der Kreisliga.
Nach zwischenzeitlicher Einführung der drei Punkte Regelung im Fußball 1995/96 musste der "VfL Wildenfels" nach fünf Jahren in der Bezirksklasse, 1999 wieder in die Kreisliga absteigen.
Im letzten Jahrzehnt des neunzehnten Jahrhunderts und im ersten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts spielten auch Sportarten wie Volleyball, Kraftsport, Aerobic, Gymnastik und Seniorensport in Wildenfels eine Rolle.
Der bitterste Abstieg in der Vereinsgeschichte fand im Jahre 2005 mit dem Abstieg aus der Fußball-Kreisliga in die 1. Kreisklasse Zwickau statt. Noch nie zuvor spielte man zwei Klassen unter der Bezirksklasse.
Ein Jahr später allerdings gelang der sofortige Wiederaufstieg in die Kreisliga Zwickau.
Weitere drei Jahre danach 2009, feierte man als Kreismeister nach zehnjähriger Abstinenz, den erneuten Aufstieg in die Fußball-Bezirksklasse.
Nach nur einem Jahr in der Fußball-Bezirksklasse stieg man 2010, im Jahr der 777 Jahrfeier der Stadt Wildenfels, wieder in die Kreisliga Zwickau ab.
Jörg Schubert
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